Die Kohleindustrie in Europa erlebte im 19. und frühen 20. Jahrhundert einen starken Aufschwung und wurde zum Motor der industriellen Revolution. In ihrer Blütezeit entstanden modernste Förderanlagen, leistungsfähige Schächte und aufwendige Aufbereitungsanlagen wie die Kohlewäschen, die die Rohkohle reinigten und sortierten. Ganze Regionen, etwa das Ruhrgebiet, das Saarland oder Schlesien, wurden durch den Bergbau geprägt und boten Hunderttausenden Arbeit in einem eng vernetzten Industriesystem. Mit dem wachsenden Einsatz von Erdöl, Erdgas und später erneuerbaren Energien verlor die Kohle zunehmend an Bedeutung. Heute zeugen vielerorts verlassene Fördertürme, verwitterte Waschgebäude und umgewandelte Industriedenkmäler vom Niedergang einer einst dominierenden Branche.








